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noch
Quarzzauber.
Exkurs zu
idiochromatischen (eigenfarbenen Quarzen).
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Zu
den Bildern der Varietäten können Sie durch
Anklicken der Position in folgender Auflistung verzweigen.
*** Allgemeines zur Bestrahlungsverfärbungen bei
Mineralien
*** eigenfarbige Quarze
*** Ametyst
*** Rauchquarz
*** Citrin
*** Ametrin
*** Prasiolith
*** Morion
*** Rosaquarz
*** Rosenquarz
weiter lesen " allochromatische
(fremdgefärbte) Quarze"
Allgemeines zur Bestrahlungs-Verfärbung
bei Mineralien.
Radioaktive Elemente wie Uran, Thorium, Kalium
und deren Zerfallsprodukte können bei Mineralien
bestimmte Verfärbungen bewirken.
Voraussetzung dafür sind Baufehler, die
in den Kristallgittern natürlicher Kristalle
immer vorhanden sind.
Solche Gitterbaufehler werden Farbzentren (F-Zentren)
genannt.
In einem lonenkristall kann ein Baufehler darin
bestehen, daß ein negativ geladenes Ion
in der Kristallstruktur (Gitter) fehlt
und der dadurch freigewordene Raum durch ein
Elektron eingenommen wird. (siehe
auch Kapitel "Atomstruktur des Quarzkristalles"
)
Diese mit einem Elektron besetzte Anionen-Lücke
("Fehlstelle oder Leerstelle") kann
Licht einer bestimmten Wellenlänge absorbieren.
Sie wirkt als Farbzentrum. Ein Farbzentrum
führt zur Absorption bestimmter Wellenlängen
des sichtbaren Lichts und
das Mineral zeigt dann die entsprechende Komplementärfarbe.
(Die Komplementärfarbe
ist diejenige Farbe, die sich ergibt, wenn man
aus dem weißen Licht das eine Summe alter
Spektralfarben darstellt, Licht bestimmter Wellenlängen
herausnimmt).
Je nach der Position der Farbzentren im Kristallgitter
zueinander, können sie die Absorption bestimmter
Wellenlängen herbeiführen
und damit bestimmte Farben bewirken.
Wenn zahlreiche gleichartige Baufehler in einem
Kristall vorhanden sind, erscheint dieser gefärbt.
Solche Kristalle
werden idiochromatisch = eigenfarben genannt
(
im Gegensatz zu allochromatischen fremdgefärbten
Kristallen).
Definition nach
LEHMANN 1977 :
"Farbzentren sind durch energiereiche
ionisierende Strahlung gebildete elektronische
Defekte".
Die Bildung von Farbzentren wird durch Verunreinigungen
begünstigt, ferner durch Erwärmung
und Verformung der Kristalle.
Die Färbung in Mineralien durch Farbzentren
ist häufig, zur Erzeugung dieser Bestrahlungsverfärbungen
reichen sehr geringe
Gehalte radioaktiver Elemente. So reichen Promille
von Urangehalten aus, um in langen Zeiträumen
Fluorit blau-violett zu verfärben.
Weitere Beispiele:
*** Anhydrit, Coelestin, Baryt - sämtlich
mit blauer Bestrahlungsverfärbung;
*** Amethyst, Rauchquarz, Citrin, Ametrin, Rosenquarz,
alle mit verschiedener Bestrahlungsverfärbung.
Durch Erhitzen der Kristalle auf etwa 500°C
kann die Bestrahlungsverfärbung rückgängig
gemacht werden, dabei verschwinden die
Gitterstörungen unter Energieabgabe (Aufleuchten,
sog. Thermolumineszenz).
Bestrahlungsverfärbungen an Kristallen
lassen sich auch künstlich im Labor hervorrufen.
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Durch Farbzentrenbildungen
unterschiedlich aussehende Quarze.
Quarzvarietäten in verschiedenen Farben wurden
schon sehr früh beachtet und mit eigenen
Trivialnamen belegt.
Als der Färbungsursache wurden farbgebende
Verunreinigungen angenommen.
Erst ab 1960 begann man die Strukturen der
Kristalle mit neuen Techniken und Methoden zu
ermitteln:
*** Paramagnetische Elektronen - Resonanz EPR,
(früher Elektronenspin Resonanz - ESR genannt),
*** Atomabsorptions-Analyse - AAA.
Mit der AAA kann man Elemente in einer
Konzentration von nur einem millionstes Prozent
zuverlässig ermitteln.
Die EPR kann "ungepaarte Elektronen"
in einem Stoff nachweisen und im Kristallgitter
lokalisieren.
Der Begriff Farbzentrum wurde ursprünglich
für Strahlungsdefekte in blauem Steinsalz
geprägt,
heute wird er auf alle Strahlungsdefekte in
Nichtleitern angewandt.
Solche energiereiche Strahlung kann sein: radioaktive
Strahlung oder Höhenstrahlung in der Natur;
Röntgen-, y- oder Neutronen Strahlung im
Experiment.
Bei Quarzkristallen ist für die Bildung
eines Farbzentrums die Anwesenheit von
Fremdionen
in der Kristallstruktur
erforderlich.
Ist die Strahlung genug energiereich setzt
sie in der Struktur Elektronen frei.
Dabei findet eine Umverteilung von Elektronen
statt, wobei ein Elektron von einer lonenart
abgegeben
und von einer anderen lonenart metastabil eingefangen wird.
Es entsteht so
ein komplementäres Paar von Farbzentren;
ein Defektelektronenzentrum, das ein Elektron
verloren hat und ein Elektronenzentrum, das
ein Elektron aufgenommen hat.
Die meisten Farbzentren enthalten ungepaarte
Elektronen, sehr oft kann man sie als ungewöhnliche
Wertigkeitsstufe eines Elements ansehen.
Der Vorgang der Farb-Zentrenbildung
ist reversibel.
Beispiele für Baueinheiten im Quarz-Kristallgitter:
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SiO4
- Tetraeder verursachen keine Färbung
und
keine Farbänderung bei Bestrahlung
oder Erhitzung. |
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Der Einbau von Aluminium anstelle
von Silicium kann
bei Bestrahlung zu Rauchquarz führen.
Die freigewordene negative Ladung e- wird
durch
ein positives Ion, z.B. Li+ oder Na+ kompensiert. |
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Eisen anstelle
von Si und Fe auf Zwischen-Gitterplätzen
führt
bei Bestrahlung zur Amethystfarbe.
Die freigewordene negative Ladung e- wird
von einem Fe auf
Zwischen-Gitterplatz aufgenommen und kompensiert. |
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nach oben
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Allgemeines
zum Amethyst.
Der unterschiedlich violett gefärbte Amethyst
ist eine
beliebte Quarzvarietät.
Er ist seit Jahrtausenden bekannt und als "Edelstein"
geschätzt
worden. Der Name stammt aus dem Griechischen
und bedeutet
"nicht trunken". Daher wurde Amethyst
im Altertum als Amulett
gegen Trunksucht getragen.
"Um
eine deutliche oder kräftige Amethystfarbe
zu erlangen, muß ein richtig
eisendotierter, lamellar brasilianisch verzwillingter
Quarzkristall genügend
lange bestrahlt werden.
Aus Vergleichen mit der Bestrahlungsintensität
und -dauer bei der Synthese
von Amethyst läßt sich abschätzen,
daß bei einer natürlichen y-Dosisleistung
von 1 mGy/a (1 Milli-Gray pro Jahr) - dies ist
der Mittelwert für magmatische
Gesteine - eine Bestrahlungsdauer von rund 5
Millionen Jahren erforderlich
sein dürfte, um eine deutliche Violettfärbung
zu bewirken"
(WAGNER,LORENZ MPI für Kernphysik, Heidelberg).
Das Absorptionsspektrum von Amethyst zeigt bei
der
Wellenzahl 18350 cm-1 entsprechend der Wellenlänge
545 nm
eine Absorptionsbande, die für die violette
Farbe verantwortlich ist.
Fast alle natürlichen Amethystkristalle
sind nach dem
Brasilianergesetz verzwillingt; sie zeigen nach
Ätzung
die typische Zwillings-Lamellierung (gelegentlich
auch
an natürlichen Kristallen zu sehen).
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Amethyst Kristallrasen als seltener
konvexer Teil einer Druse,
*** Höhe 19 cm , Breite 30 cm , Dicke 11
cm,
*** Gewicht 6 kg,
*** sehr schöne Kristall-Wachstumsformen,
*** Farbtöne von blaß- bis dunkelviolett,
auch weiß,
*** Kristalle 5 bis 15 mm groß,
*** rechts ein "Doppelenderkristall",
30 x 15 mm,
horizontal liegend,
*** rechtsseitiger Anschliff zeigt sehr schön
einen Chalcedon-Aufbau,
*** hinterer Anschliff zeigt umgebendes Muttergestein
*** unterer Anschliff zeigt den Übergang
zur Drusenwand.
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mit Amethystkristallen ausgekleidete
Geode.
*** aufgeschlagenes Fenster (
7 cm kreisrund ),
*** Farbe tiefviolett,
*** nierenförmiger Hohlkörper, 17
cm lang, 11 cm hoch,
*** Kristalle nach Gesetz der geometrischen
Auswahl
gewachsen

*** Kristalle teilweise mit Eisenhaut überzogen,
*** Calcitkristallisation auf der Geodensohle,
*** Infiltrationskanäle für Lösungen
(Quarz/Calcit) erkennbar.
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gebänderter Amethystquarz.
*** aus Drusen und Spalten eines verquarzten
Dolomits,
*** geschliffenes und poliertes Belegstück
einer 1972 erloschenen Fundstelle,
*** Größe 25 x 15 x 6 mm,
*** weiße und violette Bänderung
unterschiedlicher Stärke.
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Amethyst im Gangachat.
*** Ausschnitt eines Quarzgangstückes
von 93 x 60 x 30 mm Größe.
*** eine Fläche geschnitten und poliert.
*** die Gangfüllung fängt am linken
"Salband"
(seitliche Gang-Grenzfläche) des Ganges
mit
tiefdunklen bis zu 6 mm großen Amethystkristallen
an.
Die folgende 30 mm breite Schicht aus grobkristallinen
Klarquarz geht in einen 27 mm breiten bunten
Achat-Lagenbereich über.
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Amethystkristalle in einer aus einem Drusenhohlraum
herausgelöste Quarz-Wandauskleidung.
*** Das zarte wie ein Vorhang wirkende Gebilde
mißt
140 x 110 mm und ist max. nur 5 mm dick.
*** Ein Rand mit auslaufenden durchsichtigen
Quarzkristallen zeigt die Wachstumsrichtung
der
Wandauskleidung an. Die anderen Ränder
zeigen
Bruchkanten.
*** Aus der weißen, durchscheinenden
kristallinen
Quarzsubstanz wachsen in ungeordneter Richtung
einige gut ausgebildete amethystfarbene
Einzelkristalle heraus. Sie sind in der c-Achse
bis zu
12 mm lang und haben horizontale Achsen bis
zu 6 mm.
Diese Kristalle sind wasserklar und zeigen winzige
Einschlüsse von Hämatitkriställchen
(wahrscheinlich
die Lieferquelle für die amethystfarbene
Umwandlung).

Vergrösserung von Kristallen.
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Amethyst mit spektakulärem Sektor
- Zonaraufbau.
Einmaliger Fund von 2014.
Ein flachverzerrter Doppelender-Kristall
mit feinkristalliner Unterseite (Anwachsfläche
an Nebengestein) und matten Kristall-Oberflächen
zeigt, besonders im Durchlicht, einen
beeindruckenden Sektor-Zonaraufbau im
Wechsel violett und weiß den man
sonst vom gebänderten Amethystquarz
kennt.
*** Größe: 35 mm in der c-Achse,
20 mm in den horizontalen Achsen.
*** Kristallkombination aus Prismen
(m) und flachen negativen (z) und positiven
(r) Haupt-Rhomboedern
*** in der mittleren weißen Zone
schimmern von der Kristallunterseite
gelbliche Farbpartien (Hämatit) durch.
Im Kristallgitter der weißen Zonen
ist auf den Zwischengitterplätzen
das Si4+ nicht durch
Fe4+ ersetzt - deshalb
keine Färbung.
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facettierter Amethyst.
*** Größe: 15 x 13 x 7,5 mm.
*** Gewicht: 8,93 Carat
*** Schliffart: Sternschliff.
*** Schlifform: antik.
*** Farbe: fliederfarben-tiefviolett.
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facettierte Amethyste.
*** 24 Stücke
*** verschiedene Größen 9 bis 2 mm
*** Schliffart Facettenschliff
-- Treppenschliff
-- Scherenschliff
-- Sternschliff
*** Schlifformen
-- oval
-- Carré
-- rund
-- Olive
*** verschiedene violette Farbtöne.
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Drei geschliffene Amethyste.
*** als Cabochon geschliffen,
*** Größe: 20 x 10mm, 5 mm hoch.
*** Farbe: durchsichtig, wolkig, hell- bis dunkelviolett.
*** Größe:
14 x 9 mm. 4 mm hoch,
*** Farbe: durchsichtig streifig hellviolett.
*** Größe: 28 x 17 mm, 10 mm hoch, Größe:
***
undurchsichtig Mitte tiefviolett,
Spitzen weiß
Amethyst als Anhänger.
*** als Cabochon oval geschliffen,
*** Farbe tiefviolett,
*** Fassung 925, Silber.
Seitenansicht
Amethyst als Anhänger.
*** als Cabochon oval geschliffen,
*** Farbe tiefviolett,
*** Fassung 925, Silber.
Draufsicht |
Exkurs nach
BAMBERGER 1961:
In Rauchquarzen
gilt:
Al ~ Summe Li + Na + H, aber Li + Na > H,
das heißt:
die Gesamtheit aller AI-Atome
ist ungefähr gleich der Summe aller Li-,
Na- und H-Atome,
wobei die Summe der Li + Na-Atome größer
ist, als die Zahl der H-Atome.
Der Spurenelementgehalt
der Rauchquarze obiger Tabelle liegt in derselben
Größenordnung wie derjenige der farblosen
Friedlaenderquarze. Farblose Quarze
mit entsprechenden Spurenelementanteilen sind
also potentielle Rauchquarze.
Sie blieben farblos, weil:
*** eine
natürliche vom Gestein ausgehende ionisierende
Strahlung fehlte, oder
*** die Aufenthaltsdauer solcher Kristalle bei
tiefen Temperaturen
(unter 180° C) zu kurz war, um zu einer
sichtbaren Farbzentrenbildung zu führen.
Die wenigsten der Rauchquarze sind bis zur Sättigung
gefärbt, sie enthalten
weitere potentielle Farbzentren. Durch ionisierende
Bestrahlung lassen sie
sich nachdunkeln.
Interessant ist die Feststellung, dass alpine
Rauchquarze erst nach ihrem Wachstum
gefärbt wurden. Die Kristalle wuchsen als
farblose Bergkristalle, bei Temperaturen
zwischen 500° und 300°, also bei Temperaturen,
die weit über dem Stabilitätsbereich
der Rauchquarz-Farbzentren liegen.
Die Bräunung begann erst bei Temperaturen
unter 180° und musste nun über eine
genügend lange Zeit andauern.
Werden Rauchquarze
auf über 180° C erhitzt, so genügt
die kinetische Energie,
um die locker gebundenen Elektronen soweit anzuregen,
daß sie vom
Elektronenzentrum wieder zum Defektelektronenzentrum
zurückkehren.
Die Zerstörung ist von Thermolumineszenzerscheinungen
begleitet, insbesondere
wenn der Vorgang bei höheren Temperaturen
sehr rasch verläuft.
Es wurden auch zweifarbige Kristalle mit rauchquarzfarbigen
und farblosen Zonen bekannt.
Bei solchen Bildungen erfüllte der Spurenelementeinbau
offenbar nur zeitweise die
Bedingungen zur Rauchquarzfärbung.
Alle diese
Kristalle werden beim Erhitzen vollständig
farblos,
es sind also echte Rauchquarze
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Allgemeines zum
Rauchquarz.
Die bekannteste Strahlungsverfärbung
des Quarzes zeigt
der Rauchquarz.
Sehr dunkel gefärbte Rauchquarze werden
Morion genannt,
sie enthalten die höchste Konzentration
an Farbzentren.
In der dicht gepackten Quarzstruktur
kann das Siliziumion
SiO4+ nur relativ schwer
durch Fremdionen ersetzt werden,
nämlich nur, wenn deren Ionenradius klein
genug ist um im
"Käfig" des Sauerstofftetraeders
Platz zu finden.
Häufig wird auf Gitterplätzen Si4+
(lonenradius 0,40 Ä)
durch Aluminium Al3+ (lonenradius
0,57 A) ersetzt, wobei zum
Ladungsausgleich auf einem benachbarten Zwischengitterplatz
ein einwertiges Ion-Wasserstoff H+,
Lithium Li+ (lonenradius
0,68 Ä)
oder Natrium Na+
(lonenradius 0,98 Ä) hinzutritt.

In der Quarzstruktur kann also (SiO4)4-
Tetraeder durch
(SiO4)5-
Tetraeder substituiert werden, wobei zum
Ladungsausgleich auf benachbarten Zwischengitterplätzen
ein einwertiges Kation, Li+,
Na+ oder H+
sein muss.
Diese Substitution an sich bewirkt noch kein
Farbzentrum,
es ist dazu eine Energiezufuhr nötig.
Durch natürliche radioaktive Strahlung,
die von einem Gehalt
des Gesteins an Uran, Thorium oder radioaktivem
Kalium
ausging, konnte diese Energie dem Quarz zugeführt
werden.
Durch komplizierte physikalische Vorgänge
wurden so
Rauchquarzfarbzentren gebildet, wobei das Al-Zentrum
ein Elektron abgibt, das dem einwertigen Kation
zugeführt wird,
das hier dadurch zum Atom ( Li° ) wird:
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Ein schönes Belegstück
zur obigen Genese-Beschreibung.
Rauchquarz und Morion
als Stufe mit zweifarbigen Kristallen
(farblose Zonen wechseln mit farbigen Zonen).
*** Größe: 13 x 11 x bis 4 cm Höhe
*** Einzelkristallgröße: 3 bis 22
mm Dicke, bis 50 mm Höhe
*** unter den Kristallen sind gute Beispiele
für mögliche Formenkombinationen (
Tracht ).
So läßt sich z.B. an einem Kristall
(2,5 cm neben dem größten
der Gruppe) die negative Trapezoederfläche
-x' unter der negativen Rhomboederfläche
z erkennen.
Nach RYKART "Quarz-Monographie" eine
große Seltenheit.
Damit ist dieser Einzelkristall als Linksquarz
identifizierbar.
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Rauchquarz
als Stufe mit zweifarbigen Kristallen
(farblose Zonen wechseln mit zarten rauchfarbigen
Zonen).
schönes Studienobjekt über die Bildung
besonderer
Wachstumsformen von Quarzen im Dauphiné-Habitus.
*** Stufengröße: 110 x 70 mm, bis
4 cm Höhe.
Einzelkristallgröße:
bis 30 mm Höhe in c-Achse, bis 12 mm in
den horizontalen.
*** Auf einer Kluftansatzfläche aus einem
Gemisch aus grobkristallinen, teilweise angelöstem
Quarztrümmern ist ein Aggregat mit wasserklaren,
schön ausgebildeten Rauchquarzkristallen
im langprismatischen
Dauphiné-Habitus gewachsen,
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Rauchquarz als Morion
*** Größe : 30 mm in der C-Achse,
13 mm in den 3 horizontalen Achsen.
*** Einzelkristall als Schwimmer kristallisiert.
*** Farbe außen sehr dunkel = Morionvarietät
d.h.
höchste Konzentration an Farbzentren,
Kristall im Gegenlicht braun durchscheinend.
*** Prismenflächen sind charakteristisch
horizontal
quergestreift durch schmale eingeschaltete Rhomboederflächen.
*** der obere Kristallteil hat parallel zu
nur einer
Rhomboederfläche eine Schicht Mikrolin
eingeschlossen, sie bildet
so einen teilweisen Phantomquarz.
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geschliffener Rauchquarz mit Rutil-Einschlüssen.
*** Kristallbruchstuck ringsherum geschliffen
und poliert,
alle Kanten gefast.
*** Größe: Basis 37 x 35 mm, runde
Spitze 35 x 17 mm.
Höhe 50 mm.
*** makrokopisch sind syngenetische Einschlüsse
von bis
zu 41 mm langen und hauchdünnen goldgelben
Nadeln
zu sehen. Die Kristalle scheinen im Quarz zu
schweben,
sie sind in verschiedene Richtungen orientiert.
*** unter der Lupe sind syngenetische (primäre)
Phaseneinschlüsse
von Quarz-Negativformen zu erkennen, in denen
jeweils ein Gasbläschen beweglich schwebt.
*** nach Abschluss der hydrothermalen Bildungsphase
wurde der Quarzkristall, durch Einwirkung natürlicher
radioaktiver Strahlung
vom Kluftgestein aus, leicht rauchquarzfarbig.
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facettierter Rauchquarz
*** facettiert Schliffart: Treppenschliff,
Schlifform: Viereck
*** Größe: 21 x 21 mm, 13 mm hoch.
*** wasserklar, zart rauchfarben.
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facettierter Rauchquarz
***
-- Schliffart: Fantasie,
-- Schlifform: oval.
*** Größe: 18 x 14 mm, 8 mm hoch.
*** durchsichtig intensiv rauchfarbig (aber
unbehandelt).
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oberfläche und Rückseite
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facettierter Rauchquarz.
*** Schliffart : Tafelschliff
*** Schlifform: Antik
*** durchsichtig, dunkle Rauchfarbe
*** Größe : 15 x 15 mm , 4 mm Höhe |
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geschliffener Rauchquarz mit Ägerin Einschlüssen.
*** geschliffen als Cabochon,
*** Größe: 28 x 20 mm, 8 mm dick;
38,44 Karat,
*** makrokopisch sind syngenetische Einschlüsse
von
bis zu 14 mm langen grünen und braunen
Nadeln aus
AKMIT Ägerin NaFe'''[Si2O6]
, einem Kettensilikat der Pyroxengruppe,
zu
erkennen.
Die Kristalle scheinen im Quarz zu schweben.
*** unter der Lupe sind syngenetische (primäre)
2 Phaseneinschlüsse von Quarz-Negativformen
zu erkennen, die eine Flüssigkeit( CO2)
und ein
Gasbläschen (Wasserdampf) enthalten.
*** nach Abschluss der hydrothermalen Bildungsphase
wurde der Quarzkristall, durch Einwirkung natürlicher
radioaktiver Strahlung vom Kluftgestein aus,
rauchquarzfarbig
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Allgemeines zum Citrin.
Citrine sind strahlungsverfärbte natürliche
gelbe bis gelbbraune
durchsichtige Quarze, die ihre Farbzentren durch
[ AlO4 ] - Tetraeder
erhalten.
Gelbe Quarze, die durch Brennen von Amethyst
erhalten werden, sind
keine eigentlichen Citrine dürfen im Handel
aber so benannt werden.
Die Farben des Citrin zeigen alle Nuancen von
gelb, und blaß- bis
dunklem braunrot.
Im Edelsteinhandel wurden früher bestimmte
Farbtöne fälschlicherweise
als "Goldtopas" bezeichnet.
Dunkle, rotbraune Steine werden wegen ihrer
Farbe mit der des
Madeiraweines verglichen daher als "Madeira-Citrine"
gehandelt.
Citrin ist, anders als der Amethyst, ziemlich
homogen gefärbt
Nach RYKART sind von Kristallflächen begrenzte
Citrinkristalle selten.
Über die Färbeursache der echten,
natürlich vorkommenden Citrine
weiß man noch wenig Genaues.
Untersuchungen von LEHMANN, 1977, zeigen,
dass die Färbeursache der natürlichen
Citrine und der Rauchquarze eine enge Verwandtschaft
zeigt.
Auch im Citrin sind Silizium-Ionen durch Aluminium
substituiert (siehe Rauchquarz-Farbzentren).
Das jeweils einzelne ungepaarte Elektron wird
jedoch, anders als beim Rauchquarz, nicht zwischen
den Sauerstoffatomen ausgetauscht.
In jedem Citrin-Farbzentrum gibt es folglich
ein bevorzugtes
Sauerstoffatom, nämlich das mit dem ungepaarten
Elektron.
LEHMANN zeigt, dass in den Citrin-Farbzentren
einer der Aluminium-
Sauerstoff-Abstände deutlich länger
ist, als die Abstände im Rauchquarz.
Dies wird ermöglicht, wenn in unmittelbarer
Nachbarschaft ein Sauerstoff-
oder Silizium-Ion fehlt.
Auffällig ist der gegenüber Rauchquarz
höhere Wasserstoffgehalt.
Echte Citrine verblassen beim Erhitzen auf
Temperaturen über 200° C.
Das Zentrum ist also um ein geringes stabiler
als das Rauchquarz-
farbzentrum.
Durch ionisierende Bestrahlung bilden sich
die Farbzentren in
gebleichten Citrinen zurück und die Gelbfärbung
erscheint wieder.
In vielen Kristallen liegen nebeneinander
Rauchquarz- und Citrinzentren.
Sind höhere Anteile an Citrinzentren vorhanden,
so zeigen Rauchquarze
eine abweichende Färbung.
Solche Kristalle sind in der Durchsicht gelblicher.
LEHMANN u. BAMBAUER, 1973, geben für
Citrin folgende Spurenelementgehalte in Atomen
pro 106 Siliziumatome an:
Wasserstoff = 1 - 1000 (vermutete Größe)
Lithium = 10 - 300
Natrium = 13 - 200
Kalium = 4 - 55
Aluminium = 10 - 800
Eisen = 10 - 350
Titan = 0 - 5
Mangan = 0 - 60
Magnesium = 10 - 300
Calcium = 6 - 700
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Citrin als Einzelkristall.
*** Wasserklarer, kurzprismatischer Kristall
im
pseudohexagonalem Habitus ohne akzessorische
Flächen (am Kopf nur fast gleiche große
Flächen r und z).
*** Die wahrscheinlich überkrusteten Flächen
sind
unter Beibehaltung der Proportionen alle geschliffen
und poliert um eine bessere Einsicht auf die
Phantombildung im Kristallinneren zu gewinnen.
*** Größe: 56 mm in der c-Achse,
30 mm in den horizontalen Achsen.
*** Farbe: zarter Gelbton, Phantome rauchbraun.
*** Im Kristallinneren sind als Phantome die
zarten
schleierhaften
Umrisse älterer Kristalle deutlich sichtbar.
Der Fuß des Kristalles zeigt eine Schlierenbildung
und
den Einschluß eines farblosen verzerrten Quarzkristalles.
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Citrin als sogenannter "Würfelquarz"
*** als (behandelte - bestrahlte) Kristallgruppe.
*** Größe des Handstückes:80
x 30 mm,26 mm hoch.
*** Größer Kristall bis 5 mm.
*** Farbe: transparent mit honigbraunen Farbvarianten
Diese Fläche zeigt
eine ungewöhnliche Quarzkristallisation
mit würfelähnlichem (rhomboedrischem)
Habitus.
Diese seltenen Bildungen werden fälschlicherweise
als
pseudokubische Quarze" oder "Würfelquarze"
bezeichnet.
Dieser Habitus kommt zustande, wenn die positiven
Rhomboederflächen r sehr groß ausgebildet
sind und die
negativen Rhomboederflächen z und die Prismenflächen
m
nahezu oder ganz fehlen.
Es sind dies also extrem trigonal ausgebildete
Kristalle.
Nach RYKART 1989 sind noch unbekannte Milieufaktoren
für diesen Habitus verantwortlich.
vergrößerter Bildausschnitt

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Citrin
*** als natürlich vorkommende (unbehandelte)
Kristallgruppe.
*** Größe des größten
Kristalles:
52 mm in der c-Achse
30 und 25 mm in den horizontalen Achsen.
*** Farbe: transparent mit gelblichen Farbvarianten.
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Citrin
*** als natürlich vorkommender Kristall
*** alsr langprismatisch mit Dauphiné-Habitus
(eine r-Fläche ist übergroß ausgebildet).
*** Farbe: wasserklar naturfarben gelblich.
*** Größe: 31mm in der c-Achse
15 x 13 x 9 mm in horizontalen Achsen.
*** Wachstumsstörungen auf einer Prismenfläche,
Hämatiteinschlüsse schon makroskopisch
sichtbar.
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***als natürlich vorkommender Kristall, so
genannter"Madeira-Citrin"
*** Farbe: durchsichtig, naturfarben dunkel braunrot,
mit roten Reflektionszonen. Citrin + Rauchquarz-Farbzentren.
*** Phantombildung durch Rutilkriställchen.
*** Größe: 15 x 25 mm;
*** Rückseite angeschliffen; wahrscheinlich
sollte der Stein zum
Schmuckstück geschliffen werden; der Versuch
scheiterte an
Hohlräumen im Kristall.
*** der Einzelkristall stammt aus einer Geode,
er zeigt den typischen
Habitus nach dem Gesetz der geometrischen Auswahl
und die
entsprechenden durch Wachstumsstörungen
erzeugten verzerrten
Kristall-Prismenflächen und eine abgebrochene
Keimspitze.
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Citrin
***als natürlich vorkommender Kristall
*** Habitus kurprismatisch, nur Kopfflächen
ausgebildet.
*** Farbe: wasserklar naturfarben gelblich.
*** Größe: 38mm in der c-Achse, 35
mm in horizontalen Achsen.
*** der Einzelkristall stammt aus einer Geode,
er zeigt den
typischen Habitus nach dem Gesetz der geometrischen
Auswahl
und die entsprechenden durch Wachstumsstörungen
erzeugten
verzerrten Kristall-Prismenflächen und
eine heile Keimspitze.
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Vorderseite und Rückseite |
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natürlicher facettierter Citrin
*** Farbe: naturfarben dunkelorange,
für Quarz eine herrlich intensive Farbe
*** aufwendiger Ceylon Facettenschliff - Sternschliff
Schlifform Trillium
*** Größe: 15 x 15 mm, 12 mm hoch
*** Gewicht: 11,14 Carat
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natürlicher facettierter Citrin
*** Farbe: naturfarben honiggelb
*** aufwendiger Facettenschliff-Scherenschliff,
Schlifform Baguette
*** Größe: 9 mm lang, 7 mm breit,
5 mm hoch
*** Gewicht: 4 Carat
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facettierter Citrin
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-- Schliffart: Sternschliff,
-- Schlifform: oval.
*** Größe: 17 x 13 mm, 7 mm hoch.
*** durchsichtig gelb.
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Allgemeines zum Ametrin.
Der zweifarbige durchsichtige Ametrin wurde
als Quarzvarietät
erstmals 1985 AUF Börsen bekannt.
Es waren dies bis 25 cm lange Sprossenquarze,
die teils amethystfarbig,
teils citrinfarbig sind.
Die Kristalle stammen aus Anay
in der Prov. Santa Cruz in Bolivien,
wo sie aus Drusen im Quarzitfels gebrochen werden
(Mitt. J. SIBER).
Die Ametrinquarze liegen Weitungen von Quarzflözen
und -gängen,
die mehr oder weniger steil einfallend in einem
sonst relativ ungestörten Sedimentgestein
aus nur schwach metamorphosierten Mergel- und
Tonschichten.

Die beiden Farbvarietäten liegen in streng
abgegrenzten
Wachstumsbereichen, die nur an polierten Kristallschnitten
senkrecht zur C-Achse gut erkennbar sind.
Die Wachstumssektoren unter
*** dem positiven Rhomboeder r sind amethystfarbig,
*** während diejenigen unter dem Rhomboeder
z citrinfarbig sind.
KOIVULA, 1980, untersuchte solche Quarze,
damals noch unbekannter
Herkunft. Er zeigt die polysynthetische Brasilianerverzwillingung
dieser Kristalle, sichtbar in den positiven
Wachstumsbereichen, entsprechend
der Abb. 96. 
Beim Erhitzen werden die citrinfarbigen Partien
vollständig entfärbt,
die amethystfarbigen Anteile werden gelb und
nehmen die Färbung
gebrannter Amethyste an.
Die Ametrine enthalten also in getrennten Wachstumsbereichen
Citrinfarbzentren (siehe Citrin) und Amethystfarbzentren.
Das heißt, in den positiven und negativen
Rhomboeder-
Wachstumsbereichen erfolgte ein selektiver Einbau
von Fremdionen,
wie dies oben von normalen Amethystkristallen
beschrieben wurde.
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zwei Kristall-Bruchstücke mit Ametrin.
*** Farbe: naturfarben wolkige violette und
homogene gelbe Zonen.
*** Größen: 30 x 22 x 16 mm, 30
x 25 x 10 mm.
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Ametrin
als getrommeltes Kristall-Bruchstück
*** Farbe: naturfarben wolkige und streifige
violette
und homogene gelbe Zonen.
*** Größe: 33 x 27 x 16 mm.
*** Einschlüsse von Hämatit.
*** viele Berstrisse durchziehen das Kristallstück.
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Vorderseite und Rückseite |
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facettierter Ametrin
*** Farbe: naturfarben violette und gelbe
Zonen
*** aufwendiger Facettenschliff - Sternschliff,
Schlifform- gedrungener Tropfen
*** Größe: 18 mm breit x 17 mm
hoch, 12 mm dick
*** Gewicht: 19,40 Carat
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Oberseite und Rückseite |
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geschliffener Ametrin.
*** Farbe: naturfarben violette und gelbe
Zonen
*** aufwendiger Glattschliff
Schlifform- Cabochon
*** Größe: 20 mm x 15 mm, 7 mm
hoch
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Ametrin als Cabochon geschliffen.
*** Größe: 19 x 14 mm, 7 mm hoch.
*** Farbe: zonare Farbgebung
-- intensives Violett am linken Rand 4mm,
-- intensives Gelb in der Mitte 7mm,
-- blasses Lila am rechten Rand 3mm,
*** zahlreiche gasförmige und feste Einschlüsse
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Allgemeines zum Prasiolith.
In seltenen Fällen konnten in Blasenräumen
befindliche Amethyste
durch nachfolgende Lavaergüsse erneut aufgeheizt
werden, so daß
sich auf natürliche Weise gebrannte Amethyste
bilden konnten.
Amethyste einiger weniger Fundstellen in den
USA und in Brasilien
werden beim Erhitzen auf über 350°
farblos und färben sich beim
weiteren Erhitzen auf 400-500° C grün.
Offenbar musste dazu ein
reduzierendes Milieu vorhanden sein.
Solche künstlich erhaltene grüne Amethyste
werden "Prasiolith" genannt.
Die Reaktion, die zu ihrer Entstehung führt,
ist noch nicht bekannt, nach neueren Erkenntnissen
sollen daran Kaliumferrocyanid und Eisenrhodanid
beteiligt sein.
Auch natürlich vorkommender Prasiolith
ist bekannt.
Es ist dies Amethyst, der wie die gebrannten
Amethyste, durch natürliche Erhitzung infolge
vulkanischer Aktivität, thermisch verändert
wurde.
Solcher Prasiolith ist von den Färöer-Inseln
bekannt (Mus. Ecole des Mines, Paris).
PARADISE, 1982, erwähnt Grünquarzkristalle,
begleitet von Citrin
(genauer als gebrannter Amethyst zu bezeichnen)
und Amethyst aus dem Grenzgebiet Nevada-California.
Hier wurde jurassischer Basalt-Andesit
von einer jüngeren Rhyolith-lntrusion überdeckt.
Die 3-55 mm langen Grünquarzkristalle werden
in Geoden, die am nächsten neben der Rhyolith-lntrusion
liegen, gefunden.
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facettierter Prasiolith.
*** Größe 8 x8 mm, 5,5 mm hoch,
*** Gewicht 1,51 Karat,
*** Schliffart: Brillantschliff,
Schlifform. Triangel,
*** Farbe: grün
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Allgemeines zum Rosaquarz.
In der Natur kommen zwei Arten rosagefärbter
Quarze vor.
Es sind durch Strahlungsdefekte (Farbzentren)
rosa gefärbte Quarze,
die sich wesentlich voneinander unterscheiden.
Neuerdings wird daher die eine Art als Rosaquarz,
die andere als Rosenquarz bezeichnet.
Rosaquarze sind hydrothermale
Bildungen,
die als wohlausgebildete Kristalle
vorkommen.
Rosaquarz wird oft von Phosphaten begleitet,
teils auch überwachsen,
so von Childrenit oder Eosphorit.
Beschreibung der Färbeursache nach MASCHMEYER
u. LEHMANN 1982:
In den Quarzen wurde ein Phosphorgehalt von
118 P / 106 Si festgestellt,
der wahrscheinlich auf den Einbau von AlPO4
aus der hydrothermalen
Lösung zurückzuführen
ist.
In der Struktur substituieren je ein Al3+
und ein P5+ zwei benachbarte
Si4+ Ionen (gekoppelte
Substitution).
Durch ionisierende Strahlung wird von dieser
Gruppe ein Elektron
abgespalten, das an anderer
Stelle im Kristall metastabil eingefangen
werden
kann.
Neben dem Elektronenzentrum bisher unbekannter
Struktur bildet sich
dabei ein einwertiges negatives
Sauerstoffion, so dass man den Defekt
als Al
O- - P Zentrum beschreiben kann,
wobei die Punkte zwischen
Al und O- andeuten,
dass (im Gegensatz zur O- -P Bindung) keine
echte Bindung zwischen diesen Atomen vorliegt.
Da P kleiner ist als Si, ist das O- näher
bei P als bei Al.
Beim Erhitzen über 200 Grad C werden die
Farbzentren des Rosaquarzes zerstört. Die
Kristalle können aber auch langsam bei
Normaltemperatur ausbleichen.
Durch zusätzliche Röntgenstrahlung
lässt sich die Färbung vertiefen.
Im Gegensatz zu Rosaquarz wird Rosenquarz durch
künstliche Bestrahlung rauchquarzfarbig.
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Rosaquarz
*** Größe : 130 mm breit , 100 mm hoch
, 90 mm tief.
*** Die Wände eines rundlichen Hohlraumes
sind mit
Rosaquarz-Kristallen ausgekleidet.
*** Der Resthohlraum ist 110mm breit, 50 mm hoch.
Die Tiefe ist mit maximal 50 mm rekonstruierbar.
*** Auf der geraden max.30 mm dicken Sohle
des Hohlraumes ist der rund 30 mm breite
"Infiltrationskanal" mit dichtem blauen
Chalcedon
ausgefüllt- in dem feine Berstungsrisse mit
fleischrotem Karneol ausgeheilt sind.
In der grobkristallinen Sohle sind rote Chalcedonkügelchen
imprägniert.
*** Auf der übrigen runden - zwischen 4 bis
15 mm dicken-
Wandung sind die schwachrosa gefärbten Kristalle
in Größen
bis zu 7 mm zu einem Rasen zusammengewachsen.
*** Die limonisierte Geodenrinde ist teilweise
bis auf
den blauen Chalcedon angelöst. |
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Allgemeines zum
Rosenquarz.
In der Natur kommen zwei Arten rosagefärbter
Quarze vor.
Es sind durch Strahlungsdefekte (Farbzentren)
rosa gefärbte Quarze,
die sich wesentlich voneinander unterscheiden.
Neuerdings wird daher die eine Art als Rosaquarz,
die andere als Rosenquarz bezeichnet.
Rosenquarze sind trübe, rosafarbige,
massig ausgebildete Quarze
ohne erkennbare Kristallflächen. Kristalle
sind nicht bekannt.
Dieser "normale Rosenquarz" kommt
vorwiegend in Pegmatiten vor
und ist weltweit verbreitet.
Rosenquarze kristallisierten als pegmatitische
Kristallbildung bei
hohen Temperaturen.
Die Farbe kann blass rosa, tief rosarot
bis violettrot sein.
Größere Stücke sind oft grobkörnig,
rissig.
Die Farbzentren dieser Quarze werden durch den
Einbau von Titan ermöglicht.
Auf Zwischengitterplätzen befindet sich
dreiwertiges Ti3+.
Die dreiwertige Stufe wurde möglicherweise
durch reduzierende hydrothermale Lösungen
erreicht.
Ein kleiner Teil des Ti wurde vierwertig auf
Gitterplätzen des Si eingebaut.
Durch ionisierende Strahlung konnte Ti4+
zur dreiwertigen Stufe reduziert werden.
Als Ursache der Färbung kommt nach LEHMANN,
1978, jedoch nur Ti3+
auf Zwischengitterplätzen in Frage, da
die Färbung thermisch sehr stabil
ist und
durch ionisierende Strahlung nicht verändert
wird.
Beim Erhitzen auf Temperaturen über 575°C
wird Rosenquarz entfärbt, unabhängig
von der Hoch/Tiefquarz-Inversionstemperatur
(573° C / l bar), infolge Zerstörung
der Farbzentren (LEHMANN,1978). Die Farbzentren
sind
also thermisch recht stabil. Dennoch wird
beobachtet, dass gewisse Rosenquarze am Sonnenlicht
ausbleichen. Die Ursache dafür ist noch
unbekannt.
LEHMANN U. BAMBAUFR,1973, bestimmten den Spurenelementgehalt
in Rosenquarzen. Er beträgt in Atomen pro
106 Si-Atomen:
Natrium 2500; Aluminium 200-2000; Eisen 25-3000;
Titan 40-500 + Rutilnädelchen;
Mangan 1-70; Magnesium 25-750; Calcium 45-150.
Die Trübung der Rosenquarze wird
durch winzige suborientierte Dumortieritfasern
(titan-und eisenhaltiges Aluminium-Bor-Silikat)
verursacht, deren Dicken weniger als 0,002 mm
aufweisen und die bis etwa 0,02% des Volumens
ausmachen können ( GOREVA 1986), vorher hielt man
eingeschlossene Rutilfasern mit Spuren
von Titan dafür verantwortlich.
Die Lavendelfarbe mancher Rosenquarze kommt
möglicherweise durch
den Tyndall-Effekt zustande, wie er bei Blauquarzen
beschrieben wird.
Die Bildungstemperaturen der Rosenquarze lagen
bei 465-680°C.
Bei diesen hohen Temperaturen wurde offenbar
so viel Titan in die Struktur eingebaut, daß
bei einer späteren Abkühlung ein Teil
als
feinste Rutilnädelchen ausgeschieden wurde.
Der hohe Al-Gehalt des Rosenquarzes ist Ursache,
daß dieser
durch künstliche Bestrahlung rauchquarzfarbig
wird. Man kennt auch natürlich entstandene
Rosenquarze, die partiell Rauchquarzfarbzentren
aufweisen, was auf eine nicht homogene Al-Verteilung
zurückzuführen
sein dürfte (DENNFN U. PUCKETT, 1970).
Die Hydrothermalsynthese von Rosenquarz blieb
bisher erfolglos.
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Rosenquarz.
*** derbes Bruchstück.
*** Größe: 9 x 5 x 4 cm.
*** Farbe: tief violettrosa (lavendelfarbig),
trübe durchscheinend mit Fettglanz.
*** lamellenförmige, stark irisierende
Stellen.

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Rosenquarz.
*** Bruchstück, eine Seite geschliffen
und poliert.
*** Größe: 9 x 4,5 x 1,2 cm.
*** Farbe: durchscheinend, tief rosarot mit
streifigen intensiveren Färbungen.
*** im Durchlicht sind schon makrokopisch merkwürdige
metallisch
glänzende Schlieren zu sehen
die teilweise dendritisch wirken.
Diese Einschlüsse bestehen wahrscheinlich
aus vierwertigem Titan.
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Rosenquarz.
*** an 3 Flächen angeschliffenes Bruchstück.
*** Farbe: durchsichtig blassrosa.
*** Größe 20 x 20 x 8 mm.
*** größte Fläche des Anschliffes
zeigt 4 mm große wabenartige (Berst-?) Struktur
mit Interferenzerscheinungen.
*** unter der Lupe sind runde Gasbläschen
als Einschlüsse erkennbar.
mineralogisch hochinteressantes
Stück,
deshalb erfolgte wahrscheinlich auch der
aufwendige Anschliff.
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Rosenquarz.
*** als Cabochon geschliffen.
*** Größe: 11 x 8 mm , 5 mm hoch.
*** Farbe: durchscheinend rosa.
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Rosenquarz.
*** als Cabochon geschliffen.
*** Größe: 19 x 15 mm , 7 mm hoch.
*** Farbe: durchsichtig rosa
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